
Treffsicher - legt Bill Bryson nach seiner Rückkehr nach 20 Jahren in GB auf seine Landsleute und ihre Schwächen an. Mit einem gehörigen Schuß Selbstironie nimmt er sich dem Alltag in den USA an. Nichts wird verschont, von der Datensicherheit des Pentagons bis zum Umgang mit dem Müllschlucker, vom Verhalten des gemeinen Elches bis zur statistischen Wahrscheinlichkeit durch Musikinstrumente oder Papiergeld in der Notaufnahme zu landen. All das vermittelt Bill Bryson dem Leser in netten kleinen Häppchen (dieses Buch ging aus einer Zeitungskolumne hervor), die man jederzeit mal schnell genießen kann, von denen man aber nie genug bekommt!Dieser Einblick in die amerikanische Seele ersetzt jedes Fachbuch!
Ein selbstkritischer Amerikaner? Sympathisch. - Ich hab ja sonst kein besonders positives Bild von den USA, aber nach der Lektüre dieses Buches habe ich zumindest den Ansatz von Verständnis. Toll geschrieben, kritisch und selbstironisch, wundert Bill Bryson sich über die kleinen und großen Seltsamkeiten der amerikanischen Kultur. Ein absolut empfehlenswertes Buch, dass auf jeden Fall im englischen Original gelesen werden sollte.
I m a Stranger here myself - Nach zwanzigjährigem Aufenthalt in Großbritannien kehrt Bill Bryson in seine amerikanische Heimat zurück. Doch auch im beschaulichen Hanover, New Hampshire, ist die Zeit nicht stehengeblieben. Das tägliche Leben wird von Veränderungen geprägt, die Bryson im entfernten Europa nicht mitvollzogen hat. Deshalb schreibt er aus der Heimat an das Londoner Night & Day Magazin: I m a Stranger here myself.Dies tut er bis Ende der 1990er im wöchentlichen Rhythmus, und ein Querschnitt jener Kolumnen wurde für dieses Taschenbuch zusammengestellt.Die Artikel sind im Lauf mehrerer Jahre entstanden, und so ist es nicht verwunderlich, daß Ton- und Lesart Veränderungen unterworfen sind: einige Artikel sind etwas empfindsamer, frischer, ironischer, sentimentaler oder vorwurfsvoller als andere. Bill Bryson wundert sich über den Aufdruck einer 24-Stunden-Helpline auf Zahnpastatuben, er mokiert sich über das Warenangebot in Supermärkten oder über seltsam anmutende Unfälle in US-amerikanischen Betten -- und er vergleicht amerikanische mit britischer Lebensweise, hin und wieder scharfsichtig, oft satirisch und leider nicht selten larmoyant.Dabei zielt er, so glaube ich, weniger darauf ab, seinen Landsleuten den Spiegel vorzuhalten, als vielmehr darauf, das britische Publikum mit exotischen oder skurrilen Petitessen zu unterhalten.Dies vor allem macht die Lektüre denn auch vor allem für britische und vielleicht für US-amerikanische Leser/innen lohnenswert, während es anderen wie mir gehen mag: Zwar hat mir das Büchlein einige Landeskenntnis vermittelt, und auch den Humor fand ich stellenweise unterhaltsam, jedoch hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, redundante Informationen zu erhalten, unerwünschter Zaungast zu sein. Andere Leser/innen mögen jedoch leichteren Zugang zu diesem Werk finden, und auch, wenn im Zusammenhang mit diesem Buch wohl niemand von einer exzellenten Satire sprechen wird, so liefert Bill Bryson doch in jedem Fall solides Handwerk ab.
Liebenswürdige Satire - Bill Bryson beschreibt in seinen Kolumnen, wie ein Amerikaner, der längere Zeit in Europa gelebt hat, nun seine Heimat sieht. Er muß feststellen, daß ihm vieles fremd geworden ist, und es fallen ihm die kleinen und großen Merkwürdigkeiten auf, die die USA ausmachen. Jeder Europäer, der einmal in den USA war, wird seine eigenen Gedanken in diesem Buch wiederfinden.Bill Bryson gelingt es, sich kritisch und liebevoll mit seiner Heimat auseinanderzusetzen. Er zeigt, daß ein jeder sein eigenes Land nur dann wirklich verstehen kann, wenn er auch einmal fort war und als Rückkehrender alles neu entdecken kann.Empfehlenswerte und unterhaltsame Lektüre.
One big laughter! - Reads like the text for a planned comedy show - reminded me of Seinfeld, in a way.Perfect read for all Europeans knowing (and loving?) the American Way of Life.